Chorbild
Ein Ulmer Chor, der die Lust am Singen mit gesellschaftlichem Engagement verbindet

Ein Chor-Menü in fünf Gängen tischten wir am Samstag, 10. November 2007, gemeinsam mit vier weiteren baden-württembergischen Chören des Chornetzwerkes auf: dem SUSI-Chor Freiburg, den Zwischentönen Reutlingen, dem Freien Chor Stuttgart und dem Ernst-Bloch-Chor Tübingen. In der Hermann-Hepper-Halle Tübingen präsentierten sich ungefähr 160 Sängerinnen und Sänger „als geballte satirische und gesellschaftskritische Einheit“ (Schwäbisches Tagblatt).

Artikel im Schwäbischen Tagblatt vom 12.11.2007

Der Generationenwechsel ist geschafft: Im Juli 2007 trat Chor-Urgestein Karl Scheerer von seinem Amt als Vorsitzender des Vorstands zurück. Zur neuen ersten Vorsitzenden wurde Dagmar Stark gewählt, zweiter Vorsitzender ist Jürgen Eulenpesch. Hans Stark übernahm das Amt des Schriftführers, Dirigent Karl-Josef Scheck wurde Beisitzer. Im Amt bestätigt haben die Chormitglieder Andrea Blum als Kassenwartin.

Zum Gedenken an die Opfer des GAUs im Atomkraftwerk Tschernobyl am 26. April 1986 sangen wir genau 20 Jahre später mit dem Ulmer Chor „D'accord“ ein Benefiz-Konzert im Stadthaus. Die Uraufführung des von Markus Romes vertonten Gedichtes „Fadensonnen“ von Paul Celan, die den Höhepunkt des Konzerts bildete, kam bei den Zuhörern und in der Presse gut an.

Von der Geburtsstunde des „Arbeiterchors 1. Mai“ im Jahr 1978 bis heute – Karl Scheerer hat die Geschichte des Chors begonnen und über fast 30 Jahre hinweg geprägt. 25 Jahre lang war er der Vorsitzende des eingetragenen Vereins. Ein Portrait über Karl Scheerer und den Chor Kontrapunkt.

Das Konzert über die Schönheiten und die Lebensfreude, aber auch über den Schrecken und das Leid dieser Welt entstand zusammen mit dem Vöhringer Chor “Wirrsing”. Wir gaben vorwiegend unser afrikanisches Repertoire zum Besten, Höhepunkt war aber das Lied „Kreatur Natur“, bei dem wir uns mit blauen Müllsäcken kleideten. „Gepflegte Chorkultur in einem anspruchsvollen Programm“ und „Ein engagiertes Ensemble, nicht nur in musikalischer Hinsicht“, lobte die Illertissener Zeitung.